Abschlussbereicht zu P23R veröffentlicht

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Pilotierung bei der BASF SE im April 2015, der Veröffentlichung der Musterimplementierung unter einer BSD-Lizenz im Juni durch Fraunhofer Fokus und der Staffelstabübergabe an das Umweltbundesamt Ende Juli wurde die Basis für die Breiteneinführung im Umweltbereich gelegt.

Zugleich endet damit die vom Bundesministerium des Innern initiierte Innovationsphase zur Entwicklung des P23R-Prinzips. Aus diesem Anlass wird der Abschlussbericht bereitgestellt, der Ziele, Schwerpunktsetzungen dieses seit 2008 durchgeführten Vorhabens noch einmal darstellt und die erzielten Ergebnisse reflektiert.

Weiterhin wird ein Ausblick auf künftige Entwicklungen von P23R gegeben. Die Breiteneinführung und Weiterentwicklung des P23R-Prinzips wird nun das Umweltbundesamt mit Unterstützung der Metropolregion-Rhein-Neckar vorantreiben. 

Brei­ten­ein­füh­rung des P23R-Prin­zips im Um­welt­be­reich

(Quelle: BMI)

Die erfolgreiche Pilotierung von P23R bei der BASF SE in der Metropolregion Rhein-Neckar für vier Informations- und Meldepflichten im Umweltbereich hat den Nachweis der Praxistauglichkeit des Prinzips erbracht. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Pilotierung ist zugleich der Startschuss für eine Breiteneinführung des P23R-Prinzips im Umweltbereich gegeben worden. Das Umweltbundesamt (UBA) will weitere Berichtspflichten durch Nutzung des Prozess-Daten-Beschleunigers verbessern. Aus diesem Grund hat das BMI, vertreten durch die IT-Beauftragte der Bundesregierung Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, am 27.7.2015 den "Staffelstab" an Dr. Thomas Holzmann, den Vize-Präsidenten des UBA übergeben. Staatssekretärin Rogall-Grothe würdigte dabei vor allem die gute und engagierte Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt, durch die eine erfolgreiche Pilotierung bei der BASF SE erst ermöglicht wurde.

P23R-Wirkbetrieb bei der BASF SE auf der Zielgeraden

Mitte 2014 wurden bei der BASF SE vier Meldepflichten aus dem Emissionsbereich auf der Grundlage des P23R-Prinzips realisiert. Die Emissionserklärung nach 11. BImSchV (Emissionserklärungen) sowie der Jahresbericht Emissionen nach 13. BImSchV (Großfeuerungsanlagen) konnten bereits erfolgreich implementiert werden. Ebenso erfolgte die Fertigstellung des PRTR-Berichtsprozesses (Schadstoffemissionsregister) unter Anwendung des P23R-Prinizps noch im Dezember 2014. Bis Ende Februar wurde Umsetzung der Meldepflicht des § 23 der 17. BImSchV (Verbrennung/Mitverbrennung von Abfall) abgeschlossen. Diese Informations- und Meldepflicht bildete zugleich den erfolgreichen Abschluss des Projektes. Die im Rahmen des Projektes gewonnenen sehr wertvollen Erfahrungen und Ergebnisse können für die weitere Einführung und Anwendung von P23R genutzt werden.